Serbisches Zentrum

Vereinsversammlung Serbisches Zentrum

Das Serbische Zentrum stellte seine neuen Vorstandsmitglieder und die Schwerpunkte der zukünftigen Vereinsarbeit am 27.09.2019 im Haus des Sports vor zahlreich erschienenen Ehrengästen vor.

Das Serbische Zentrum stellte seine neuen Vorstandsmitglieder und die Schwerpunkte der zukünftigen Vereinsarbeit am 27.09.2019 im Haus des Sports vor zahlreich erschienenen Ehrengästen vor.

m Vorfeld dieser Veranstaltung wurde der neue Vorstand rundum Vereinsobmann Milorad Mateović gewählt. Die neuen Mitglieder sind Dipl.-Ing. Goran Karan, Dipl.-Ing. Branko Jovović, Mag. Milan Vidović, Dipl.-Ing. Nikola Osmokrović, Mag. Ana Bosković und Soziologiestudent Janko Matić. Zu Beginn der Veranstaltung, die zum Ziel hatte, die zahlreichen Neuerungen in einem der ältesten serbischen Vereine Wiens vorzustellen, wandte sich Obmann Milorad Mateović an die Gäste. Er erinnerte daran, dass das Serbische Zentrum im Jahr 1995 gegründet wurde und sich seitdem den Themen Bildung, Kultur und humanitärer Hilfe widmet sowie seit 24 Jahren den Heiliger Sava Ball, eine der prestigeträchtigsten Veranstaltungen der serbischen Diaspora in Österreich, veranstaltet.

Frischer Wind Die neuen Vorstandsmitglieder Branko Jovović und Milan Vidović stellten in weiterer Folge die neue visuelle Identität samt neuem Logo, neuer Website und neuem Vereinsnamenzusatz, „Serbisches Zentrum – Plattform für gesellschaftliche und kulturelle Initiativen“, vor. Die Arbeit des Serbischen Zentrums sollte sich, wie der Vereinsname verrät, in kulturellen und gesellschaftlichen Initiativen manifestieren, wobei die wohltätige Arbeit und humanitäre Hilfe einen noch bedeutenderen Pfeiler als bisher bilden soll. Dies wurde auch auf der neuen Website www.serbischeszentrum.at sichtbar, wo die Besucher die Hauptmenüpunkte Kultur, Bildung, Humanitäre Hilfe, Heiliger Sava Ball und Nützliche Informationen vorfinden. Die beiden Vereinsvertreter machten in weiterer Folge auch darauf aufmerksam, dass man insbesondere auf die Bibliothek, die sich in den Vereinsräumlichkeiten befindet und mehr als 5.000 Bücher zählt, stolz ist und an einer Digitalisierung der Werke arbeitet. Weitere Pläne, in den Räumlichkeiten im 7. Wiener Gemeindebezirk Themenabende, Kurse und Lesungen zu veranstalten, wurden ebenso vorgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation war die wichtigste Veranstaltung des Vereins, der Heiliger Sava Ball, der auf Bälle aus dem 19. Jahrhundert zurückgeht und dem das Serbische Zentrum vor 23 Jahren neues Leben einhauchte. Jovović und Vidović ließen die Anwesenden am eigenen Weg und jenem weiterer neuer Vorstandsmitglieder ins Serbische Zentrum teilhaben: „Wir haben im Jahr 2018 begonnen, in Zusammenarbeit mit dem Kloster Visoki Dečani Hilfsaktionen für Kinder und Jugendliche in Kosovo und Metochien zu organisieren und möchten diese Arbeit im Rahmen des Serbischen Zentrums, mit dem wir viele Überschneidungspunkte entdeckt haben und dessen Mitglieder wir seit Mitte des Jahres sind, fortführen. Gleichzeitig möchten wir die Vereinstradition fortführen und neuen Enthusiasmus und neue Ideen einbringen.“ Das von den neuen Vereinsmitgliedern ins Leben gerufene Projekt „Kinderfreude“ soll nun als Projekt des Serbischen Zentrums fortgeführt werden. Das Ziel des Projekts ist das Bereitstellen von Stipendien für Schüler und Studenten in Kosovo und Metochien, denen so die erfolgreiche Schulausbildung erleichtert werden soll. Sämtliche Mittel werden unter Zuhilfenahme der bestehenden Strukturen der Eparchie Raszien-Prizren direkt an die Familien übergeben (weiterführende Informationen zum Projekt „Kinderfreude“ sind unter dem Menüpunkt „Humanitäre Hilfe“ zu finden).

Gäste aus Kosovo und Metochien

Der Vereinsversammlung im Haus des Sports fand in der Anwesenheit zweier Gäste aus Kosovo und Metochien statt, der Schulpädagogin Sonja Vuković aus Osojane und Erzpriester Nikita, Professor an der theologischen Fakultät in Prizren. Sonja Vuković wandte sich an das Publikum und erklärte, dass sie die neuen Vorstandsmitglieder des Serbischen Zentrums aus Eigeninitiative im Jahr 2018 mit dem Wunsch, Familien in und rundum Osojane zu helfen, kontaktierten. „Sie haben den Wunsch geäußert, uns zu besuchen. Es ist nicht bei einem Besuch geblieben, sie kamen seitdem wiederholt. Ich bin überwältigt von ihrer Initiative und Arbeit in den vergangenen Monaten. Das gibt uns Kraft, die schwierige Situation zu meistern und in unserer Heimat zu bleiben“, zeigte sich Vuković ergriffen.

Die Besucher wurden auch Zeugen von ausführlichen Schilderungen über das Leben in Osojane, einem Dorf in Kosovo und Metochien, in dem vor dem Kosovo-Krieg etwa 2.000 Serben lebten. „Trotz des psychischen Drucks, des Unglücks und der Erniedrigungen, denen wir ausgesetzt sind, freuen wir uns über jeden sonnigen Tag, über jede ruhige Nacht und insbesondere über die bei Gästen neu erweckte Liebe unserer Heimat gegenüber“, teilte die Pädagogin ihre Gefühle mit dem zahlreich erschienenen Publikum.

An der Vereinsversammlung des Serbischen Zentrums nahmen unter anderem Nada Knežević als Vertreterin der serbischen Botschaft in Wien und der serbisch-orthodoxe Diakon Miladin Vujković von der österreichisch-schweizerischen Diözese teil. Vertreterinnen und Vertreter der österreichischen politischen Parteien und Institutionen waren Gudrun Kogler (Abgeordnete zum Nationalrat, ÖVP), Renate Blauensteiner (Vizepräsidentin Arbeiterkammer Wien), Marko Miloradović (Fachreferent im Wiener Stadtrat), Mario Grnja (Wirtschaftskammer Wien) und Wilhelm Langthaler (Österreichisch-Serbische Solidaritätsbewegung) waren ebenso anwesend wie Vertreter zahlreicher serbischer Vereine und Studentenorganisationen.

Aktuelle Veranstaltungen
des Serbischen Zentrums

Ausstellung Momo Kapor

Filmfestival

280 Jahre Stemmatographia

Neuer Obmann für das Serbische Zentrum

Serbische Sprachschule für unsere Jüngsten

Bibliothekseröffnung

Besuch beim Bayerisch-serbischen akademischen Forum (B.S.A.F.)

„Nebeska tema“ – Eine Geschichte über Vlada Divljan

Jazz Konzert „ Lady Lili Mae“

Buchpräsentation „Milena Dravić ili ključ od snova“

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